Ist das Gebet "Unser Vater" noch aktuell?

Fast 100 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren trafen sich am Sonntagmorgen zu einem Kindergottesdienst in der Burgschule Peine. In diesem Gottesdienst wurde den Kindern auf kindgerechte Weise der Inhalt des Gebets "Unser Vater" nahe gebracht.

Fast 100 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren trafen sich am Sonntagmorgen, 16. November 2008, zu einem Kindergottesdienst in der Burgschule Peine. In diesem Gottesdienst wurde den Kindern auf kindgerechte Weise der Inhalt des Gebets "Unser Vater" nahe gebracht.

Hirte Eckart Brunke aus Wolfsburg erklärte am Beispiel von Joseph, was es heißt zu vergeben. Joseph wurde von seinen Brüdern als Sklave an Händler verkauft, so dass er ihnen nicht mehr "auf den Keks" gehen konnte. Doch sie hatten die Rechnung ohne Gott gemacht. Als eine Hungersnot in Israel ausbrach, zogen die Brüder nach Ägypten, um dort Getreide zu kaufen. Joseph war inzwischen trotz vieler Widrigkeiten zum Vize-König aufgestiegen. Als Joseph sich seinen Brüdern zu erkennen gab, sagte er: "Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen." (1. Mose 50,20). Joseph konnte seinen Brüdern vergeben, obwohl sie ihm in seiner Jugend feindlich gesinnt gewesen waren.

Im "Unser Vater" beten wir Christen: "und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern". Es wurde den Kindern und allen Gottesdienstteilnehmern die Frage gestellt: "Bist du dazu bereit?" Schnell wird ein Urteil über andere Menschen gesprochen und die Hand der Versöhnung nicht gereicht. Wir als Christen sind alle dazu aufgerufen, was wir beten, auch in die Tat umzusetzen. Leider gelingt es uns nicht immer, weil wir Sünder sind. Der Kindergottesdienst wurde von einem Kinderchor und einigen Solisten musikalisch mitgestaltet.

Viele helfende Hände bereiteten den Kindern ein leckeres Mittagessen. Es gab eine Portion Nudeln mit Tomatensoße, eine Nachspeise und Getränke. Den Kindern schmeckte es sichtlich gut. Die neue Mensa der Burgschule war bis zum letzten Platz besetzt.

Nach dem Mittagessen fanden altersgerechte Unterrichte für die Kinder statt. So wurde mit Handpuppen und Musik das "Unser Vater" den Sonntagsschülern nahe gebracht. Die Religionskinder sollten sich das "Unser Vater" in Form eines Puzzles erarbeiten. Für die Konfirmanden hieß es, einen Transfer in ihr persönliches Glaubensleben zu erstellen. Die Frage: "Was bedeutet das "Unser Vater" für dich ganz persönlich in deinem Leben?" wurde erörtert und auch kontrovers diskutiert. Parallel zu den Unterrichten fand eine Fortbildung für die Lehrkräfte in der Kinderseelsorge statt, in der verschiedene und altersgerechte Unterrichtsmethoden den ehrenamtlichen Lehrkräften vorgestellt wurden.

Zum Schluss der Veranstaltung kamen alle Kinder und Betreuer zum großen Abschlussfinale noch einmal in die Aula der Burgschule zusammen und dankten Gott mit einem Lied für die Veranstaltung.

G.M./K.H.

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