Mit Freunden 100-jähriges Jubiläum gefeiert

Die im Bezirk Braunschweig gelegene Gemeinde Schöningen feierte ihr 100-jähriges Bestehen. Zu diesem Gottesdienst mit anschließendem Beisammensein wurde neben vielen ehemaligen Geschwistern aus Schöningen auch die befreundete Gemeinde Clausthal-Zellerfeld aus dem Bezirk Wolfenbüttel eingeladen. Den Gottesdienst hielt Apostel Edmund Stegmaier.

Am Sonntag, dem 8. Juni 2008 feierte die Gemeinde Schöningen im Bezirk Braunschweig ihr 100-jähriges Bestehen. Zu diesem besonderen Gottesdienst löste die Gemeinde auch ihr Versprechen ein, die Gemeinde Clausthal-Zellerfeld einmal zu sich einzuladen. Im September 2006 waren die Geschwister der Gemeinde Schöningen nach Clausthal-Zellerfeld im Bezirk Wolfenbüttel zu einem gemeinsamen Gottesdienst mit anschließendem Beisammensein eingeladen gewesen. Nach diesem schönen Tag kam es zu der Gegeneinladung nach Schöningen. Der Besuch aus Clausthal-Zellerfeld freute sich besonders, mit der Gemeinde Schöningen deren 100-jähriges Jubiläum feiern zu können. Neben den Geschwistern aus Clausthal-Zellerfeld waren auch alle ehemaligen Geschwister aus der Gemeinde Schöningen eingeladen. Insgesamt erlebten 124 Gottesdienstteilnehmer, davon 14 Gäste, den von Apostel Edmund Stegmaier gehaltenen Jubiläumsgottesdienst.

Dem Gottesdienst lag das Textwort 1. Korinther 12, 27 zugrunde:

"Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied."

Nach der Predigt gab der Gemeindevorsteher Priester Andreas Hühne noch einen Einblick in die Chronik der Gemeinde Schöningen.

  • 1908-1910
    Mit Familie Iser und wenig später auch Familie Horn kommen erste Glaubensgeschwister nach Schöningen. Der "Apostolische Verein" wird gegründet. 1910 zählt die Gemeinde Schöningen 35 Mitglieder.
  • 1911-1920
    Diakon Adolf Kapitz wird als Priester eingesetzt. Der erste Weltkrieg bricht aus, trotzdem wächst die Gemeinde weiter. Diakon Willi Seligmann wird als Priester eingesetzt. 1920 zählt die Gemeinde 92 Glaubensgeschwister, die von Priester Willi Seligmann (Vorsteher), Priester Adolf Kapitz und Diakon Fritz Iser betreut werden.
  • 1921-1930
    Für die Gemeinde wird ein Harmonium angeschafft und vermutlich ein Chor gegründet. Die Gemeinde bekommt weitere Amtsgaben. Durch Gründung neuer Gemeinden in umliegenden Orten schwankt die Mitgliederzahl sehr stark.
  • 1931-1940
    Die Gemeinde wächst und gedeiht. Der 2. Weltkrieg bricht aus. Etliche Brüder werden zum Kriegsdienst eingezogen. Die Gemeinde erlebt schwere Jahre.
  • 1941-1950
    Die Gemeinde zählt einige Todesfälle. Der 2. Weltkrieg endet, aber die Not nimmt kein Ende. Es mangelt an Wohnung, Kleidung und Nahrung. Heimatvertriebene gelangen nach Schöningen. Priester Adolf Kapitz wird nach 39 Jahren Amtstätigkeit in den Ruhestand versetzt.
  • 1951-1960
    Priester Willi Seligmann wird in den Ruhestand verabschiedet. Priester Siegfried Manske wird sein Nachfolger. Zwei Jahre später muss er aus beruflichen Gründen die Gemeinde Schöningen verlassen, Priester Paul Lipphardt übernimmt seine Aufgaben. Weitere zwei Jahre später wird Priester Paul Lipphart nach Schöppenstedt versetzt und Priester Artur Volkmann tritt seine Nachfolge an. Erste Übertragungsgottesdienste finden statt, die Geschwister aus Schöningen fahren dazu nach Helmstedt.
  • 1961-1970
    Die Gemeinde Schöningen erlebt mehrere Apostelgottesdienste. Unterdiakon Heinz Köppe erhält das Diakonamt. Durch Umzüge verliert die Gemeinde zahlreiche Geschwister. Priester Willi Seligmann geht nach langer Krankheit in die Ewigkeit. Bischof Arno Steinweg wird zum Apostel ordiniert. Die Gemeinde Schöningen bekommt ihr erstes Gotteshaus, das am Kampweg steht. Erste Vortragssingen für Gäste und Geschwister werden veranstaltet.
  • 1971-1980
    In diesen Jahren können viele Gäste zu verschiedenen Vortragssingen und Gesangsabenden begrüßt werden. Die Geschwister können an zahlreichen Übertragungsgottesdiensten in Helmstedt teilnehmen. In regelmäßigen Abständen finden Ämterversammlungen, Jugendstunden sowie Jugendgottesdienste statt.
  • 1981-1990
    Auf Grund der Erweiterung des Kohletagebaugebietes der BKB (Braunschweiger-Kohle-Bergbau) muss das Kirchengebäude am Kampweg weichen. In der Danziger Straße wird ein neues Kirchengebäude gebaut. 1990 findet erstmals eine Bild-Ton-Übertragung statt, die Gemeinde Schöningen fährt dazu nach Helmstedt.
  • 1991-2000
    Die Gemeinde Schöningen veranstaltet diverse Vortragssingen für Gäste, die gut besucht sind. In regelmäßigen Abständen finden besondere Gottesdienste für Jugendliche und Kinder statt. Der Vorsteher, Gemeinde-Evangelist Bernd Vicariesmann, unternimmt verschiedene Missionsreisen zu den Malediven. Die Gemeinde zählt 62 Mitglieder.
  • 2001-2008
    Der Vorsteher Bernd Vicariesmann wird von seiner Aufgabe als Vorsteher in Schöningen entbunden, als neuer Vorsteher wird Priester Andreas Hühne beauftragt. Die Jugendabende des Jugendbereich Elm finden gemeinsam mit den Vorsfeldern, Wolfburgern und Oebisfeldern Jugendlichen statt. Nach 100 Jahren Gemeindegeschichte zählt die Gemeinde 86 Mitglieder.

Nach dem Jubiläumsgottesdienst blieben die Geschwister noch zusammen, um sich auf dem Kirchengrundstück bei herrlichem Sonnenschein an Kaffee und Kuchen, sowie Bratwurst und Salaten zu erfreuen. Der Tag wird allen Beteiligten in schöner Erinnerung bleiben und einen besonderen Platz in der Chronik der Gemeinde Schöningen einnehmen.

D.E.

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