"Gemeinschaft auf Rädern" - Gemeinsame Fahrradtour

Die Gemeinden Gifhorn und Fallersleben unternahmen eine gemeinsame Fahrradtour. Ziel war das Grundstück des Vorstehers der beiden Gemeinden.

Am Samstag, 14. Juni 2008 fand eine gemeinsame Fahrradtour der Gemeinden Gifhorn und Fallersleben statt. Natürlich spielt bei geplanten Touren und Aktionen im Freien das Wetter eine entscheidende Rolle. Schon Tage vorher wurde die Wetterkarte eingehend studiert. Am Freitagabend sah es nicht sehr verheißungsvoll aus ...! Nun hieß es: Erst mal abwarten ...! Der Blick aus dem Fenster am nächsten Morgen: Tiefblauer Himmel und strahlender Sonnenschein! Das Stimmungsbarometer stieg an! Dann folgte ein Blick aufs Außen-Thermometer: 11 Grad Celsius!

Die sportbegeisterten Radler aus der Gemeinde Fallersleben starteten bereits um 8:30 Uhr ihre Tour nach Gifhorn. Treffpunkt für alle Fahrradfahrer war die Kirche in Gifhorn. Nach einem Gebet des Vorstehers und Hirten Hans Jürgen Lunde ging es kurz nach 10:00 Uhr gemeinsam auf die ca. 23 km lange Strecke nach Ehmen.Wem es zu kalt war, der musste kräftig in die Pedale treten, um eine angenehme Körpertemperatur zu erreichen.

Die Sonne hatte sich hinter den Wolken verkrochen. Oh - was war das?? Regentropfen! Das wird doch wohl hoffentlich nicht stärker anfangen, dachten sicherlich die meisten von uns. Die Strecke führte zunächst am Tankumsee in Isenbüttel vorbei bis zu einem vom Naturschutzbund errichteten Aussichtspunkt. Hier hatte man die Möglichkeit, die Vogelwelt auf einem eigens dafür angelegten Teich zu beobachten.

Einige Kilometer weiter kamen wir an einer Weide mit Wildpferden und Auerochsen vorbei. Hier wurde auf Tafeln veranschaulicht, wie der Verdauungsapparat dieser Tiere funktioniert. Die Pferde, die sich sonst mitten auf der Weide befinden, kamen bis zu uns an den Zaun heran.

Der Niesel-Regen setzte stärker ein, so dass wir unsere Kapuzen aufsetzen mussten. Wir radelten dennoch frohen Mutes weiter, denn schließlich sind wir nicht aus Zucker!!!Wer sich schön ruhig verhielt, konnte die Stimmen in der Natur wahrnehmen: "Kuckkuck" , "Kuckuck" schallte es aus einiger Entfernung!
Wieder gingen die Blicke - vielleicht auch manches Stoßgebet - gen Himmel in der Hoffnung, dass doch noch die Sonne hinter den Wolken hervorschauen möge.

Einige Jungs brauchten den "Adrenalinkick"! Keine Pfütze wurde ausgelassen. Je größer die Pfütze, desto besser! "Platsch" machte es, als die Räder mitten durch die Pfütze fuhren! Ei, war das ein Spaß! Das Wasser spritzte hoch bis an die Knie!

Als wir den Mittellandkanal überquert hatten, wurde es merklich wärmer, es regnete nicht mehr. Ein Glück!
Von ferne hörte man den Motor eines Frachtschiffes tuckern.

Jetzt ging die Tour nonstop über Fallersleben nach Ehmen zum Grundstück des Vorstehers. Seine Frau Christel und einige Glaubensschwestern aus der Gemeinde Fallersleben hatten schon alles liebevoll und fürsorglich für die durstigen Fahrradfahrer vorbereitet und erwarteten sie. Die wegen des unbeständigen Wetters unter dem Carport aufgestellten Tische und Bänke wurden schnell in dem wunderschön angelegten Garten aufgestellt. Die Wolken hatten sich tatsächlich verzogen und die Sonne lachte vom Himmel. So hatten wir uns das vorgestellt!
Das Grundstück und der Garten mit den vielen Pflanzen, einem Teich und dem Pavillon war ein "Paradies" für die Jungs, in dem sie nach Herzenslust herum tollen und sich austoben konnten. Außerdem waren da ja auch noch die Haustiere: Ein Kater und eine Katze.

Rasch wurde der Säulengrill mit Holzkohle angeheizt und die Steaks und Würstchen auf dem Grillrost verteilt. Jeder konnte seinen Durst und Hunger stillen mit gekühlten Getränken und den mitgebrachten Salaten vom "Büfett" als leckere Beilage zu dem Grillfleisch, der Bratwurst und der Krakauer. Zum Dessert spendierte Schwester Lunde Eis am Stiel.

Beim gemütlichen Essen und Erzählen verging die Zeit wie im Flug. Für alle Mühe und den schönen Tag, den wir bei unserem Vorsteher und seiner Frau verbringen durften, überreichten wir ihnen als Dankeschön eine Hortensie.

Plötzlich zogen wieder schwarze Wolken auf! Das hieß: Umziehen! Gerade rechtzeitig vor dem Regenschauer standen die Bänke und Tische wieder im Trockenen, nämlich unter dem Carport vor dem Haus. Aus dem Küchenfenster duftete es nach frisch aufgebrühtem Kaffee und frisch gebackenen Waffeln. Natürlich gab es noch mehrere Kuchensorten, so dass für jeden Geschmack etwas dabei war.

Inzwischen lachte wieder die Sonne, und wir mussten uns sputen, um vor dem nächsten Regenschauer unser Zuhause zu erreichen. Vor den Fahrradsportlern aus Gifhorn lag wieder die Strecke von ca. 23 km. Die Geschwister aus Fallersleben, die am Vormittag nach Gifhorn geradelt waren, brauchten am Nachmittag nur eine kurze Wegstrecke bis nach Hause zurücklegen. Gestärkt, ausgeruht, freudig gestimmt und dankbar für die schönen Stunden des Beisammenseins schwangen wir uns in den Fahrradsattel und auf ging es zur Heimreise.

Übrigens, niemand wurde nass, alle erreichten ohne Zwischenfälle ihr Zuhause! Aber dann …, nach kurzer Zeit stürzten die "Wassermassen" vom Himmel! Und wir saßen im Trocknen!
Keine Selbstverständlichkeit - wir wussten, wem wir dieses zu verdanken hatten.

sis / Fotos: H.S.

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