Letzter Gottesdienst in Salzgitter-Gebhardshagen

Die Gemeinde Salzgitter-Gebhardshagen erlebte den letzten Gottesdienst in ihrer Kirche, den Bezirksältester Jürgen Friedemann hielt. Die Gemeinde bestand mehr als 55 Jahre.

Die Anfänge der Gemeinde Salzgitter-Gebhardshagen liegen im Jahre 1939, als die erste neuapostolische Familie nach Gebhardshagen zog. Mit dem Zuzug einer weiteren Familie wurden ab dem Jahre 1948 am Sonntagnachmittag Gottesdienste in der Küche der Familie Piencerzinski gehalten.

Als Gründungstag gilt Sonntag, der 2. März 1952. Von diesem Tag an fanden regelmäßig Gottesdienste am Sonntagvormittag statt. Ab dem Jahre 1956 wurde auch in der Woche Gottesdienst gehalten und die wachsende Gemeinde konnte die Aula der Sonnenbergschule nutzen.

Am 18. Mai 1972 war die Weihe des neuen Kirchengebäudes am Zwölfackerweg.

1985 wurde das Kirchengebäude renoviert und modernisiert.

Zuletzt zählte die Gemeinde 57 Mitglieder. Diese werden zukünftig die Gottesdienste in den größeren Gemeinden Salzgitter-Lebenstedt und Salzgitter-Bad besuchen. Gemäß dem Konzept der Kirchenleitung sollen die neuapostolischen Kirchengemeinden eine dauerhaft tragfähige Größe aufweisen, um jeder Altersgruppe gerecht zu werden. Nur so können Sonntagsschule, Religions- und Konfirmandenunterricht, Jugend- und Seniorenbetreuung gewährleistet und musikalische Aktivitäten angeboten werden.

In der Gemeinde dienten drei Vorsteher: Priester i.R. Walter Rohland (bis April 1991), Priester i.R. Henning Heuschmann (April 1991 bis Mai 2004) und Priester Volker Rohland (Mai 2004 bis Dezember 2007).

Bezirksältester Jürgen Friedemann hielt am 19. Dezember 2007 den letzten Gottesdienst in Gebhardshagen. Er diente mit dem Wort aus Hebräer 13, Vers 14: "Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." Auch gab er den Geschwistern zur Stärkung das Trostwort "Alles hat seine Zeit"(Prediger 3) und legte die Hoffnung in die Herzen hinein, wie es in Römer 15, Vers 13 heißt: "Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes."Nach dem Gottesdienst dankte der Bezirksälteste der Gemeinde für deren Arbeit. Außerdem wurde Priester Rohland von seiner Aufgabe als Vorsteher entbunden.

D.G. / V.R.