Übernahme der Konfirmierten in die Jugend

Im Jugendgottesdienst im April wurden die diesjährigen Konfirmanden des Bezirkes Braunschweig vom Bezirksältesten Friedemann in den Kreis der Jugend eingeführt.

Am 15. April 2007 hielt Bezirksältester Jürgen Friedemann in der Kirche Gifhorn einen Bezirks-Jugendgottesdienst mit anschließender Aufnahme der Konfirmierten in den Kreis der Jugend. Dazu war auch die Gemeinde Gifhorn eingeladen.

Schon vor Beginn des Gottesdienstes herrschte bei der herzlichen Begrüßung im Foyer große Freude unter den jugendlichen Glaubensgeschwistern.

Grundlage des Jugendgottesdienstes war das vom Stammapostel gegebene Wort 1. Petrus 1, aus 17:

"So führt euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht."

Bezirksevangelist Dirk Backhaus (Jugendbeauftragter für den Bezirk Braunschweig) diente mit.

Der Bläserchor des Bezirks Braunschweig stimmte die Gottesdienstbesucher auf den Gottesdienst ein mit dem Stück "In dir ist Freude" von Johann Lindemann (1550 - 1634).

In diesem Gottesdienst standen die Konfirmierten nach ihrer Konfirmation ein weiteres Mal im Mittelpunkt. Der Bezirksälteste wies darauf hin, dass die Jugend ein fester Bestandteil der Gemeinde ist. Die Gemeinde ist unsere geistige Heimat.

Der Gottesdienst stand unter der Überschrift "Weise Lebensführung schon in der Jugendzeit". Wie erlangt man Weisheit? Weise wird man nicht automatisch, indem man alt wird, sagte der Bezirksälteste. Weise wird man durch Lernen von Vorbildern und durch Erfahrungen. Glaubenserfahrungen sammeln wir, indem wir unseren Glauben leben. Weise ist, wenn wir uns stets fragen, welche Folgen unser Handeln hat. In den Gottesdiensten bekommen wir Wegweisung und Orientierung, die uns Sicherheit für unser Leben verleihen.

Der Bezirksälteste erläuterte den Begriff der Gottesfurcht: Diese habe nichts mit Angst oder Furcht im herkömmlichen Sinn zu tun, sondern bedeute, mit etwas sehr Wertvollem achtsam umzugehen, um es nicht zu beschädigen. Als Beispiel zeigte er uns das Bild einer wertvollen Glasvase.
Auch Beziehungen zu unseren Mitmenschen und zu Gott können wir durch Unachtsamkeit beschädigen. Unsere Beziehung zu Gott ist am wertvollsten, sie darf niemals Schaden nehmen. Durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes in uns empfinden wir, was richtig ist. Dieses Urteilsvermögen aus dem Glauben sollten wir nicht abschleifen lassen.Im Hinblick auf das Heilige Abendmahl wies der Bezirksälteste darauf hin, dass eventuelle Konflikte und Missverständnisse nicht "unter den Teppich" gekehrt werden dürfen. Um diese zu lösen und zu klären gebe es nur einen Weg - die Versöhnung!

Nach dem Höhepunkt des Gottesdienstes - der Feier des Heiligen Abendmahles - wurden die Konfirmierten jeweils von Jugendlichen aus den fünf Jugendregionen vor den Altar gerufen. Nach einer Idee aus dem Kreis der Jugend mussten sie einen in leuchtendem Gelb geschmückten Bogen, das "Tor zur Jugend", durchschreiten. Hinter dem Tor hießen zwei Jugendliche und der Bezirksälteste sie herzlich willkommen. Weiterhin bekamen alle Konfirmierten eine Ausgabe der Jugendzeitschrift sowie zwei lachsfarbene Rosen überreicht. Weshalb zwei Rosen? Eine für sich selbst und eine zum Verschenken an jemanden, dem sie besonders dankbar sind und/oder den sie herzlich lieb haben.
Nachdem alle 30 Konfirmierten das "Tor zur Jugend" durchschritten hatten, nahm der Bezirksälteste sie herzlich in die Jugend auf. Der Gemeinde zeigte sich ein schönes Bild: Junge Glaubensgeschwister vor dem Altar, die Dankbarkeit und Freude ausstrahlten und glücklich waren, nun zum Kreis der Jugend zu gehören.
Ein Ensemble der "neuen" Jugendlichen aus der Region Peine-Vöhrum erfreute die Gemeinde mit dem Lied von Ralf Meier "Gott ist da!". Beim Refrain "Gott ist da, halleluja!" klatschte die ganze Gemeinde den Takt kräftig mit.Vor dem Verabschieden meinte der Bezirksälteste scherzhaft, dass die etwas ältere Generation nicht meinen möge, wieder ganz jung zu werden, wenn sie durch das "Tor zur Jugend" gingen.

Nach dem Gottesdienst konnten die Jugendlichen vor der Kirche bei strahlendem Sonnenschein an Tischen und Bänken Platz nehmen und in harmonischer Atmosphäre bei Gebäck, Kaffee und Erfrischungsgetränken Gedanken austauschen und plaudern.

Si.Sc. Fotos: He.Sc.

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