Adventszeit mit einem Basar eingeläutet

In der Kirche Gifhorn fand ein Adventsbasar zugunsten von NAK-karitativ und dem Deutschen Kinderschutzbund e.V. in Gifhorn statt. Bastelteams aus mehreren Gemeinden hatten dieses Ereignis langfristig vorbereitet und für ein attraktives Angebot gesorgt.

Seit Februar traf sich das Gifhorner Bastelteam im 14-tägigen Rhythmus, um für den diesjährigen Adventsbasar zu basteln. Zunächst galt es, anhand von Prospekten und Vorlagen Ideen zu entwickeln für schöne Geschenkartikel, Advents- und Weihnachtsschmuck. Es war gar nicht so einfach, im Frühjahr herauszufinden, wo der Trend im Dezember liegen wird. Schließlich wollte man ja den Geschmack der "Kunden" treffen. Dann ging es an die Arbeit. Natürlich wurde an den Bastelabenden keinesfalls nur stumm vor sich hingearbeitet, sondern es wurde auch viel erzählt und gelacht.

Nach den Herbstferien begann die "heiße" Endphase. In den letzten beiden Wochen vor dem Basar wurde täglich bis in die späten Abendstunden gebastelt, gehämmert und gewerkelt: Hier noch ein Pinselstrich, dort noch ein Schleifchen, da noch ein Sternchen drauf! Die Zeit drängte. - Fertig! Alles geschafft.

Nun begannen die letzten Vorbereitungen: Zelte und Pavillons wurden aufgebaut, Tische und Bänke aufgestellt. Als alle Geschenkartikel und der Adventsschmuck an ihren Plätzen waren, konnte der Basar eröffnet werden.
Vor der Neuapostolischen Kirche Gifhorn winkte ein riesiger beleuchteter Weihnachtsmann den zahlreichen Besuchern des Adventsbasars zu.Den Eingang schmückten wunderschöne Adventskränze und -gestecke, Türkränze, Spankörbchen - hübsch dekoriert mit frischem Tannengrün, leuchtend rotem Weihnachtsstern und glänzenden Kugeln.

Die drei Pavillons im Foyer der Kirche waren festlich beleuchtet und geschmückt. Eine Vielfalt an Handarbeitsartikeln, wie bunte Kindersöckchen, Häkeldeckchen, knallrote Herzen und Duftkissen mit Glimmer, Sternchen und Perlenzier warteten neben Weihnachtsmännern aus Holz auf die Besucher.
Lustig dreinschauende Elche waren vor einem Pavillon platziert, auch bunt bemalte Vogelhäuschen, alles von Hand gefertigt. Sehr originell waren Grußkarten gestaltet: "Mach dich selbst auf die Socken - wir haben nicht das Richtige gefunden" war auf der Karte zu lesen und ein winziges buntes Söckchen war darauf befestigt, in dem der Geldschein später Platz finden soll.

Voll im Trend lagen die dekorativen individuell gestalteten Tontöpfe mit Sternchen, Kugeln und einem Engel versehen - und drum herum eine kleine Lichterkette. Begehrt waren auch die roten und goldenen Teller mit beleuchteten Schneekugeln, die Tannengrün und Zapfen zierte. Was für eine Pracht!

Viele Besucher legten nach dem ersten Rundgang erst einmal eine Pause ein. Vor der Kirche gab es Bratwurst vom Grill, frisch gebackene Waffeln sowie kalte Getränke. Glühweingenießer machten die Erfahrung, dass dieses würzige Wintergetränk bei frühlingshaftem Wetter ebenso gut schmeckt wie bei Eis und Schnee!
Die Kuchenesser und Kaffee-/ Teetrinker konnten sich an dem reichhaltigen Büfett von dem freundlichen "Personal" bedienen lassen und nahmen in den Nebenräumen Platz.

Was ist ein Weihnachtsmarkt/Adventsbasar ohne Life-Musik? Am Nachmittag erfreuten die Blechbläser des Braunschweiger Bezirks die Besucher mit bekannten Advents- und Weihnachtsliedern und sorgten somit für die richtige Stimmung. Natürlich trugen sie dem Anlass entsprechend eine Nikolausmütze!

Eine besondere Attraktion war der "Dienende Bruder" Hartmut von Werneckenburg, der als Zinngießer tätig war. Das war etwas für die Jungs! Eine Zinnfigur nach der anderen wurde gegossen.

Wer an den Pavillons nicht das Richtige gefunden hatte, konnte sich im Nebenraum auf dem allseits beliebten Flohmarkt umschauen. Die Angebotspalette reichte vom Samowar über eine elektronische Schreibmaschine, Bücher und Modeschmuck, diverse Glassachen bis zu Tischdecken und vielem mehr.

"Nikolaus!" fiel einigen plötzlich ein. Richtig, am 6. Dezember ist Nikolaustag! Eine CD vom Jugendchor Braunschweig (nju-voices) ist ein schönes Geschenk - wenn nicht zum Nikolaustag dann zum Weihnachtsfest.

An dieser Stelle ein großes Lob und herzliches Dankeschön allen, die mitgeholfen haben, besonders dem Flohmarktteam aus Meinersen und den Bastelteams aus den Gemeinden Helmstedt, Wolfsburg, Fallersleben, Meinersen und Gifhorn.Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre eine solche gelungene Veranstaltung, die große Freude in den Herzen der Besucher und Mitwirkenden ausgelöst hat, nicht möglich gewesen.

Der Erlös des Adventsbasars in Höhe von rund 3.000 Euro kommt NAK-karitativ zum Ausbau der Schule in Arattukuzhi/Indien und dem Deutschen Kinderschutzbund e.V. in Gifhorn zur Einrichtung einer Kinderkleiderkammer zugute.

Autor: Si.Sc. Fotos: He.Sc/T.B.

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