Zachäus ist schon da!

Zachäus ist schon da, als 23 Kinder mit ihren Begleitern am Sonntag, den 2. Juni zum Familiengottesdienst in die Kirche kommen. Nils, alias Zachäus, stimmt die Besucher aus luftiger Höhe auf das Thema des Gottesdienstes ein: „Jesus kehrt bei Zachäus ein.“

Für Hannes, den Zweijährigen, bilden die „Goldstücke“, die auf den Stufen zum Altar liegen, das Interessanteste am Gottesdienst. Sie sind dem Zöllner Zachäus aus der Tasche gefallen, als er auf den Baum kletterte, um Jesus zu sehen. Das Thema und der Ablauf der Feierstunde ist bei diesem Familiengottesdienst auf Kinder im Vorschulalter zugeschnitten.

Die Bildergeschichte vom habgierigen Zöllner, der nicht einmal ein kleines Eselchen ohne Geld in die Stadt lässt, stimmt Groß und Klein auf das biblische Geschehen ein. Niemand kann Zachäus leiden.

Aber dann kommt Jesus und sagt: „Zachäus, komm schnell herunter. Ich will zu dir.“ Das ändert alles. Zachäus sagt: „Herr, die Hälfte von meinem Geld gebe ich den armen Leuten. Wer zu viel bezahlt hat, bekommt es von mir zurück.“

Im Kinderraum, wo die Geschichte vom Puppenteam noch einmal nachgespielt wird, bekommen die Kinder den Sinneswandel zu spüren. „Zachäus“ verteilt die „Goldstücke“, die er in seinem Beutel hat. Kein Kind geht leer aus. Allerdings müssen die Schokoladentaler schnell gegessen werden, damit sie nicht noch weicher werden in den warmen Kinderhänden.

Zurück im Kirchenraum erwartet ein Ansingchor aus Jugendlichen und Erwachsenen die kleinen Gottesdienstteilnehmer. Das Zachäuslied ist noch unbekannt. Es muss geübt werden, bis es mit dem Wechselgesang von Chor und Gemeinde klappt. Aber den Refrain singen alle begeistert mit.

Zum Schluss gibt es noch ein Bewegungslied: „Alle Leut', alle Leut', dicke Leut', dünne Leut', junge Leut', alte Leut' geh'n jetzt nach Haus.“ Ganz stimmt das nicht, denn ein Programmpunkt steht noch aus: Essen und Spielen nach dem Gottesdienst.