Ratschläge zu Vermögen, Kleidung und Gesundheit

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrgangs 2015 trafen sich mit ihren Familien im Nebengebäude unserer Kirche zu einem Gottesdienst.

Das Eingangslied "Jetzt in unsren Jugendtagen" war, wie alle anderen Lieder des Gottesdienstes, von den Konfirmandinnen und Konfirmanden ausgesucht worden.

Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort Offenbarung 3,18:

„Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest.“

Um dieses Wort besser verständlich zu machen, wurde es nach dem Verlesen in Bildern dargestellt. "In der Bibel wird oft in Bildern gesprochen", erklärte Priester Marx.

„Ich rate dir“ bedeutet, dass Gott mit uns reden will. Auch wenn es vielleicht so klingt, spricht er dabei nicht mit erhobenem Zeigefinger zu uns. Er hat vielmehr Interesse an uns, und deshalb soll dieser Rat ein Impuls sein.

Gold ist immer etwas Wertvolles und steht für den Glauben. Dieses Gold wird nicht von Gott verschenkt, wir müssen etwas investieren, um es zu bekommen. Das kann der Gottesdienstbesuch oder das Engagement in der Gemeinde sein. Gold wird wegen seines Wertes auch bewacht, z.B. in einem Tresor. So sollen auch wir unseren Glauben bewahren. Gold läutern bedeutet, es zu reinigen und damit seinen Wert zu erhöhen. Das geschieht durch die Entfernung von Fremdstoffen aus dem Gold. Unser Glaube wird dadurch veredelt, dass alles, was sich mit Gott nicht verträgt, entfernt wird.
Reichtum bedeutet im Zusammenhang mit unserem Glauben, dass Jesus Anteile an unserem Leben erhält, z.B. durch Glaubenserfahrungen, die wir machen.

Die weißen Kleider stehen für die Gnade bei der Sündenvergebung und das Abendmahl, durch die unsere Fehler von Gott weggenommen werden.

Manchmal haben wir eine negative Sicht auf Dinge im Werk Gottes und ärgern uns. Dann hilft uns das Wort Gottes, wie eine Augensalbe bei Entzündungen oder einem Fremdkörper im Auge helfen kann. Durch das Wort bekommen wir eine positive Sicht und können wieder das Schöne im Werk Gottes und im Nächsten erkennen.

Priester Müller fragte, wozu man Gold verwendet und wozu es nutzt. Gold bedeutet einerseits Sicherheit, wie z.B. die Goldreserven eines Landes Sicherheit für die Wirtschaft bedeuten. Aber Gold schmückt auch. So dient der Glaube auch als Sicherheit und Schmuck für uns. Und davon dürfen wir auch abgeben. Mit unserem „Gold“ sollen wir nicht geizig sein.

Augensalbe ist auch ein Symbol für den Blick in unsere Zukunft. Worauf warten wir und was ist wichtig? Als Christen warten wir nicht nur auf Ereignisse in der unmittelbaren Zukunft wie z.B. einen Schulabschluss. Wir sehen weiter, denn unser Leben ist nie vorbei. Jetzt erleben wir die ersten Jahre unseres ewigen Lebens.

Priester Grunwald vertiefte den Gedanken des „Kaufens“ aus dem Bibelwort. Geschenke sind sehr schön, aber von uns selbst gekaufte Dinge haben einen größeren Wert. Also müssen wir selbst etwas investieren, z. B. Zeit oder auch Energie.

Priester Knigge berichtete in der Vorbereitung des Abendmahls über einen Film, in dem Jesus Kontakt zu einem Menschen aufnehmen und ihn besuchen möchte. Dieser Mensch lehnt den Besuch ab. Er hat den Eindruck, sein Leben sei zu unordentlich, um Jesus darin aufnehmen zu können. Aber Jesus lässt nicht locker. Er kommt dem Menschen nah, schafft zusammen mit ihm Ordnung und beide verbringen Zeit miteinander. So ist es auch bei uns. Jesus verschafft sich nicht einfach Zugang, er drängt sich nicht auf und schafft Ordnung bei uns. Er will unsere Einwilligung und Mithilfe, um uns dann im Abendmahl nah zu sein.

Nach dem Gottesdienst blieben die Konfirmanden und ihre Familien noch zu einem Mittagsimbiss zusammen.

T.H. (K.H.) / Bilder H.G.